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Dienstag, 25. Mai 2021  16:30 Uhr

3. Lernworkshop: „Effektive und wertschätzende Kommunikation“

Wilsnacker Straße - Februar 2014

Die Wilsnacker Straße

Junger Mann auf dem Fahrrad
Vor dem Fahrradladen Gerlach

Haben Sie schon einmal Bad Wilsnack in der Prignitz besucht, diesen einstigen Wallfahrtsort, keine 1½ Stunden von Berlin entfernt? Das dortige Moorheil- und Thermalbad ist eine Reise wert. 

Die Wilsnacker Straße beginnt noch außerhalb unseres Quartiersgebietes: an der Ecke Alt-Moabit. Dort sorgt der beliebte Otti-Grill für einen leckeren Imbiss, daneben geben Schaufenster den Blick frei auf beachtliche Kunstwerke: Malerei von Mols Landen oder nebenan im Kunstraum Siam, auf die neuesten Kreationen von Moabiter Künstlerinnen.  Geöffnet ist das Atelier samstags 12-16 Uhr, auf jeden Fall beim nächsten Moabiter Atelier-Wochenende im Mai.

Elegant überragt die St. Johannis-Kirche gegenüber ihr Umfeld. Sie wurde vor 180 Jahren von Karl-Friedrich Schinkel errichtet, dem berühmten Baumeister Preußens. Sie öffnet Donnerstag und Freitag von 12-15 Uhr ihr Tor, oft zu Konzerten oder regelmäßiger Teilnahme am Gemeindeleben. 

Unmittelbar an sie grenzt ein Friedhof mit Kriegsgräbern von 1945, der vor 60 Jahren Ehrenfriedhof wurde. Die aktive Geschichtswerkstatt Tiergarten forschte bereits dazu. Gegenüber herrscht am Justizkomplex ein reges Kommen und Gehen, werden doch hier täglich 300 Kriminialfälle verhandelt.1 

Der Einzelhandel belebt die Wilsnacker ab der Turmstraße: Zur Rechten „Imbiss Monana“, vor dem man prima draußen sitzen kann, wenn´s warm ist, und „Fahrradshop Gerhardt“. Er gehört zu den Alteingesessenen, dessen Fachkenntnis und breites Sortiment überzeugen. W Ebenfalls seit langem im Kiez, aber jetzt modern ausgestattet, ist „Friseur Eva“. Eine neue Nutzung der Bäckerei daneben lässt leider auf sich warten. 

Umso anziehender ist „La dolce vita“ gegenüber. Neben leckerer Naturkost findet man hier Informatives zu Gesundheit oder Ernährung sowie Berlins Umweltzeitung „Der Rabe Ralf“. Passend dazu das italienische Bio-Restaurant „Lei et Lui“ nebenan – seit Jahren ein Geheimtipp. Ein besonders schönes Schaufenster hat der Möbelladen „retro-nova“ in Nr. 62, dessen Dekoration und Auswahl an die 60er Jahre erinnert. Im Hinterhaus gründeten engagierte Eltern vor Jahren schon die Kita „Badehaus“. Auch im Montessouri-Kinderladen gegenüber (Nr. 12) werden kleine Kinder liebevoll betreut.

Neuigkeiten aus der Nachbarschaft erfährt man immer im Zeitungsladen Nr. 61. Seit 10 Jahren hält das Ehepaar Demeln neben Zeitschriften, auch Fahrkarten, Lottoscheine oder frischen Kaffee bereit. Bei Bedarf wird die Lektüre sogar an die Haustür gebracht. 

Jung-Unternehmer sind dagegen Jannis mit seinem Bistro in Nr. 60, das betörend duftende Teigtaschen und Kuchen anbietet E und daneben Sandra Bürgel mit ihrer kleinen Galerie im Souterrain. Danach wird es ruhiger in der Wilsnacker. Es folgen Frisörin Jeanette Wiegandt, die hier gekonnt die Haare der Bewohner schneidet und gegenüber das anmutig eingerichtete Restaurant „Hoa Nam“, seit kurzem mit Sushi im Angebot. 

Jenseits der Birkenstraße sind nur wenige unterwegs. Kinder eilen zum Training in die „Tanzwelten“R von Marion Mayer an der Ecke Kruppstraße; manch Erwachsener zum Feierabend in die Kneipe „Alcatraz“. Ein Lichtblick sind die gepflegten Beete davor, auf denen sogar Sonnenblumen sprießen. In Richtung Perleberger kommt man noch an der Werkstatt von Kurt Neumannn vorbei, der mit seinen Leuten schon manchen Wasserhahn im Kiez repariert hat. Nebenan wird man in „Zayas Brunnen“ verwöhnt: mit besonderer Kosmetik und Massage. Um das Wohlbefinden geht es in der Praxis von Physiotherapeutin Annette Baß in der Nr. 33.  

Werfen Sie noch ein Blick auf die Häuser gegenüber: die Fassaden sind ein Hingucker. Im Erdgeschoss von Nr. 40 werden 26 Kinder in der Kita „Cheburashka“ liebevoll betreut, die den Namen einer beliebten russischen Zeichentrickfigur trägt.

Immer willkommen sind Sie im Quartiersbüro in Nr. 34 hinter der auffallend rotbraunen Fassade. Das Team berät Sie gern, wenn Sie sich für die Wilsnacker oder andere Straßen im Kiez engagieren wollen. Im Büro liegen die Quartierszeitungen 21º OST der letzten Monate aus, aktuelle Faltblätter und andere Infos.

Gudrun Radev