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SOZIALE STADT: Preisverleihung

Die Stadtteilmütter des MüfüMü und Neuköllner Quartiersmanager/-innen protestieren gegen Kürzungsmaßnahmen, Bild: K.Heinze

Der vom Berufsverband für Wohnen und Entwicklung e.V. ausgelobte Wettbewerb "Preis Soziale Stadt" ehrte am 13. Januar in einem Festakt in der Max-Taut-Aula in Lichtenberg Projekte aus ganz Deutschland für ihr Engagement und ihre Ideen. Auch drei Berliner Projekte wurden ausgezeichnet von insgesamt 178 eingereichten Vorschlägen. Zehn Projekte wurden insgesamt ausgezeichnet.

Das Projekt „Graefewirtschaft“ wurde vom Stadtteilmanagement Werner-Düttmann-Siedlung in Friedrichshain-Kreuzberg initiiert.  Die "Graefewirtschaft" ist nun ein beliebter Treffpunkt im Kiez mit Café, Cateringservice und Nähwerkstatt. Die Idee entstand in einem Integrationskurs von Migrantinnen, die nun ihre das wirtschaftliche Potenzial ihrer Kompetenzen bündeln und ihre Fertigkeiten im Nähen, Kochen und Backen einsetzen, um auf eigenen Füßen zu stehen – unabhängig von Transferleistungen. Anfangs zu großen Teilen ehrenamtlich konzeptioniert, konnte in der Folge das Jobcenter als Partner angeworben und private Darlehensgeber aus der Nachbarschaft gewonnen werden.

Das zweite ausgezeichntete Projekt "Vergiss mich nicht" - Patenschaftsprojekt für Kinder von Suchtkranken wurde vom Quartiersmanagemement Wassertorplatz in Friedrichshain-Kreuzberg aus Mitteln des Programms „Soziale Stadt“ gefördert. Projektdurchführender ist das Diakonische Werk Stadtmitte e.V. Vor dem Hintergrund, dass Kindern suchtkranker Eltern oft eine zuverlässige, erwachsene Bezugsperson in ihrem Leben fehlt, fördert das Projekt ehrenamtliche Patenschaften für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Die Patenschaften sind langfristig, mindestens für ein halbes Jahr angelegt, damit die Kinder eine stabile Beziehung eingehen können und Einblick in andere Lebensentwürfe bekommen. Die Eltern werden durch die wöchentlichen Termine entlastet. Die Auswahl der Patinnen und Paten nehmen die Projektverantwortlichen zusammen mit den Eltern und Kindern vor.

Das dritte preisgekrönte Projekt ist die „Voliere“ in der High-Deck-Siedlung in Neukölln, bekannt auch aus dem Film „Sonnenallee“. Die triste Architektur wurde in einem Ausbildungsprojekt von Jugendlichen zusammen mit französischen Künstlern großflächig gestaltet und soll nun das Straßenbild verschönern. Das Quartiersmanagement vor Ort hat das Projekt in Zusammenarbeit mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft "STADT UND LAND" aus Fördermitteln der „Sozialen Stadt“ umgesetzt.

Trotz aller Freude über die Auszeichung - ein bitterer Beigeschmack lässt sich kaum unterdrücken. Denn die Zukunft der soziokulturellen Projekte, die durch das Programm "Soziale Stadt" bisher gefördert wurden, steht in den Sternen. Auch sie werden auch von den massiven Kürzungsmaßnahmen des Programms "Soziale Stadt" betroffen. Der Web-Blog "Rettet die Soziale Stadt" berichtet auch von der Preisverleihung.

Weitere Informationen zum Programm "Soziale Stadt" können Sie auch dem Dachportal der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entnehmen.

Eine Übersicht über die geehrten Projekte bietet die Webseite der Schader-Stiftung.

Träger des Wettbewerbs "Soziale Stadt 2010" sind der AWO Bundesverband, der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, die Schader-Stiftung und der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

kh