Suche

Aktuelle Veranstaltungen

Samstag, 15. Mai 2021  12:00 Uhr

Workshop zum Thema Lehramt

Dienstag, 25. Mai 2021  16:30 Uhr

3. Lernworkshop: „Effektive und wertschätzende Kommunikation“

QUARTIER: Sanierung Kulturfabrik vertraglich gesichert

"Das ist kein Fake" - Selbstverwaltungsvertrag öffentlich unterzeichnet

Endlich! Freude bei "Django" Stefan Fürstenau (Kufa), Dieter Ruhke (GSE) und Jutta Schramm (Kufa)

Am Montag, den 21. Februar 2012 war es endlich soweit: Der Selbstverwaltungsvertrag, der die Sanierung der Kulturfabrik Lehrter Straße einleitet, konnte unterzeichnet werden - nach langen Verhandlungen und der Bewältigung großer Berge von Konzept- und Antragspapieren. In feierlichem Rahmen wurde der Vertrag von VertreterInnen der „Kufa“ und der Gesellschaft für StadtEntwicklung gGmbH (GSE), dem treuhänderisch vom Land Berlin eingesetzten „Vermieter“, im hauseigenen Café öffentlich unterschrieben.  

Der Vertrag bedeutet für die „Kufa“ einen Mieterstatus, der auch die finanzielle Sicherung ermöglicht:  Für die nächsten 25 Jahre kann sie als soziokulturelles Zentrum agieren, mit der dringend notwendigen Kernsanierung kann voraussichtlich im Mai-Juni 2012 begonnen werden.  Hierfür stehen rund 4 Mio Euro zur Verfügung, davon sind 1,6 Mio Lottomittel, die bereits schon seit einigen Jahren auf ihren „Einsatz“ gewartet haben.

Die "Lehrter" in den 80er Jahren.

Die vorab gezeigte filmische Dokumentation bot noch einmal die Möglichkeit zum Zurückblicken: Das historische Wertheim-Haus stand 17 Jahre lang leer, bis man systematisch damit begonnen hat, das Gebäude zu bespielen. Die Lehrter Straße gleicht darin, einer Nachkriegsstraße, Bauschutt und Brachflächen prägen das Bild. Inmitten „thront“ die Kufa, wie ein hohler Zahn, stets umrundet von einem nimmermüden Bagger. Das einzeln stehende Gebäude hat man dann vor 21 Jahren begonnen, mit Inhalten zu füllen. Heute beherbergt die Kufa Kunst-, - Kultur- und Kinderangebote, vorrangig gestemmt durch ehrenamtliches Engagement, organisiert durch eigenständige Trägervereine. Hinzu kommen soll noch eine Jugendgäste-Etage. Ein regelmäßiges Film- und Theaterprogramm, Konzert- und Partytermine, die Lange Nacht des Tauchens sowie Kneipengolf-Turniere gehören zu den Standardangeboten. Zum Programm der Kufa:

Die Zeit des 20-jährigen Bestehens war nicht immer einfach zu meistern, sie war geprägt von Rückschlägen wie der Streichung der Sanierungsmittel, es gab Einschnitte, weil diverse Stockwerke geschlossen werden mussten. In den letzen 20 Jahren war man nicht nur dabei, Kultur anzubieten und zu entwickeln. Vielmehr wurde auch ein Großteil der Zeit wurde darein  investiert, das Gebäude überhaupt am Laufen zu halten.

"Schön-Schaurig" - Lastenaufzug an der Hinterseite des Gebäudes

Oftmals haben die Betreiber selbst mehr „Hand“ angelegt, um Reparaturen durchzuführen, als spannende Kunstprojekte durchzuführen. Man muss dabei berücksichtigen, dass z.B. im Winter die verschiedenen Etagen nur teilweise bespielt werden können. Im Kino werden Decken ausgeteilt, Wasserleitungen froren ein.

Aber dennoch hat man sich nicht entmutigen lassen. Nun erhält die Kufa die Chance, sich weiter zu entwickeln und neu zu erfinden.  Die anstehende Sanierung, ist eine Herausforderung, bietet aber auch viel Potenziel. Bisher Erprobtes wird versucht, die nächsten 25 Jahre weiter mitzunehmen. Die Hauptenergie wird man daran setzen, setzen, das Konzept weiter zu entwickeln. 

Die Kulturfabrik Lehrter Straße ist als Partner der Gebietsentwicklung im Quartiersrat für Moabit-Ost Mitglied. Auch Projekte für die Kufa, wie das Freilichtkino, die Bestuhlung des Theaterdocks und die Aktionen der Kufa-Kids in der Kinder- und Jugendjury für Moabit-Ost. wurden vom QM Moabit-Ost gefördert.

Text/Bild: K. Heinze