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Aktuelle Veranstaltungen

Dienstag, 25. Mai 2021  16:30 Uhr

3. Lernworkshop: „Effektive und wertschätzende Kommunikation“

Kulturtage - Viel war`s und gut war`s

Zur Einstimmung erstmal ein paar Eindrücke vom Gotzkowsky-Straßenfest

Viele Veranstaltungen waren es an diesem Wochenende, die die Moabiter Kulturtage zu dem gemacht haben, was sie sind: Eine erfrischend-spannende Möglichkeit, die verborgenen Kulturschätze eines Bezirks kennen zu lernen, dessen Attraktivität erst auf den zweiten Blick sichtbar ist. Was jedoch viele Anwohner auch ganz gut so finden, denn Moabit und „Hip“ passen irgendwie nicht zusammen. Moabit und Kunst hingegen aber schon.

Wir haben ein paar Eindrücke für Sie gesammelt, falls Sie die eine oder andere Veranstaltung nicht besuchen konnten oder gerade, um die Erinnerung nochmal aufleben zu lassen. Viel Spaß also beim lesen und schauen!

Der Meister und seine Werke - Anderl Kammermeier, Bild: K. Heinze

Sicherlich den besten Kuchen der Kulturtage und ein traumhaftes Ambiente bot der Rosengarten, der das Atelier von Anderl  Kammermeier in der Kruppstr. 16 umgibt.  Der „Offenen Garten“ ist sicherlich vielen Moabitern ein Begriff, eigentlich eine Art bekannter Geheimtipp. Der Metallgestalter Anderl Kammermeier hat hier sein Atelier bereits seit den Achtziger Jahren. www.anderl-kammermeier.com

Im Gartenhaus zeigte die Malerin Barbara Quandt zeigt ihre Eindrücke vieler Reisen auf den fünf Kontinenten. Auf Ihren Reisen u.a. nach Moskau, Buenos Aires und Tansania, aber auch Vededig und Madrid enstanden die Ideen zu den zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen. Besuchen Sie doch mal ihre Seite: www.barbaraquandt.de

Der nächste Offene Garten findet am Sonntag, den 29. August ab 14 Uhr statt, um 15.30 Uhr werden unter dem Titel: „Wir woll'n ein Königreich, nieder mit der Republik"Fabeln von Jean de La Fontaine von Uwe Neumann interpretiert.

Zum letzten Mal in diesem Jahr kann man den Offenen Garten am Sonntag, den 19. September besuchen. Ab 15.30 Uhr liest Heidemarie Theobald  „Ein Stern in Wetterwolken", Königin Luise von Preußen (1776-1810), eine Biographie von Heinz Ohff.

Wat`n da los? Joachim Schmidt u. TeilnehmerInnen, Bild: K. Heinze

Die Bühne des Theaterdocks e.V. wird innerhalb weniger Minuten zum Ozean, auf dem ein paar Schiffbrüchige über das Abendessen diskutieren, heiße Mädels und Jungs „ihren“ James Bond anschwärmen und überhaupt sehr viel Spaß bei der Sache haben. Improvisationstheater steht auf dem Programm. Den Workshop leitet Joachim Schulz vom Improvisationstheater „Wat`n da los“. Er erklärt den Teilnehmenden, wie man z.B. durch die Vorgabe „alles Egal“ den Spielpartner völlig auflaufen lassen kann, da helfen selbst die besten Einfälle nichts mehr. Vielleicht nicht nett, aber interessant alle Mal. Das Improvisationstheater spielt monatlich immer am 29. Um 20.30 Uhr im Theaterdock der Kulturfabrik, Lehrter Str. 35   www.watn-da-los.de

"Verwandlung" - copyright: Christine Oehrlein

In der Wilsnacker Str. 39 befindet sich die Agentur KunstKatalyse. In deren Räumen auf dem Hinterhof stellt Christine Oehrlein, eine der Inhaberinnen, ihre Fotos aus.
Die Beschreibung fällt schwer, denn ich finde einfach nicht die richtigen Worte, um dieser Schönheit angemessen gerecht zu werden. Daher sage ich es lieber mit den Worten der Ausstellerin: „Eine Auswahl von vergänglichen Kunstwerken, die Wind und Wasser mit Schalentieren, Steinen, Sand, Strandgut und Salzwasserpflanzen an den Ufern des irischen Atlantiks geschaffen haben“.

Alles klar? Liebe National Geografic Headhunter und Neugierige: Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juli zu sehen. Anmeldung telefonisch oder per E-Mail erbeten. www.kunstkatalyse.de

Die Schule für modernes Ballett und Ausdruckstanz „Tanzwelten“ von Marion Mayr präsentierte eine Filmdokumentation aus dem Herbst 2009. Protagonisten waren über 60 Kinder, die mit Tänzen, Instrumental- und Gesangsleinlagen eine humorvolle Geschichte aus dem Lland der Waldhexen, Puppen, Trolle, Zwerge und Piraten erzählten. Gerne hätte ich mir auch den umfangreichen Fundus der Tanzwelten angesehen, aber „das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden“. (Michael Ende, Eine unendliche Geschichte) www.tanzwelten-berlin.de

Im Moabiter Schulgarten in der Birkenstr. 35 wurde schon zum vierten Mal das „African Village“ von Titi Baneck mit viel Hingabe organisiert. Das Fest hat nichts mit Fußball zu tun, vielmehr konnten Kinder und Eltern an dem bunten Programm teilnehmen und bis zum Abend eine schöne Zeit genießen. Afrikanische Zöpfe flechten, ein Tombolaprogramm, Tänze und Gesangseinlagen sorgten für viel Spaß bei – gottseidank – gutem Wetter. Auch die Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße 68 war ein Publikumsmagnet. Der Tag der Offenen Tür lockte viele Besucher einmal „hinter die Kulissen“ der Station eines Lebens, das man hoffentlich nicht einmal selbst führen muss. Gezeigt wurden z.B. Portraits obdachloser Menschen, die Kreativ-Bühne bot große Showeinlagen und  auch die Moabiter Bienen kamen einmal zur Sprache.

Ein langes Wochenende erscheint einem abschließend doch viel zu kurz, um all die interessanten Veranstaltungen erleben zu können. Aber andererseits brauchen die Künstler ja wieder ein bischen Ruhe, um kreativ arbeiten zu können…da will man mal nicht so sein. Schauen Sie doch stattdessen noch ein paar Fotos an.